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Marianne Hoppler

Was du in dich hineinlässt, wird Teil von dir.

Marianne Hoppler
14. Sept.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Sept.

Wir achten erstaunlich genau darauf, was wir essen. Bei dem, was wir täglich in unsere Köpfe und Sinne schütten, sind wir oft deutlich weniger wählerisch.


Worte, Bilder, Klänge, Gedanken, Geschichten, Menschen: All das wirkt auf uns. Es gelangt in unser System, hinterlässt Spuren und fliesst – bewusst oder unbewusst – in irgendeiner Form weiter.


Und gleichzeitig ist da die andere Richtung:


Was du von dir in die Welt gibst, hat Wirkung.


Jedes deiner Worte, jeder Gedanke, den du mitteilst, jede Handlung, die du ausführst, macht einen Unterschied. Alles, was du den lieben langen Tag so tust, trägt deine ganz eigene Prägung.


Wenn du mit dir selbst in Verbindung bist, mit dem, was dich ausmacht, und aus diesem Zustand heraus agierst, wirkt etwas von deiner ganz eigenen Energie in die Welt hinaus.


Das Schöne daran: Du hast Einfluss. Auf deine Innenwelt – und damit auch darauf, was durch dich nach aussen gelangt.


Damit kannst du auf eine wunderbare Weise auch ein Stück weit deine Umwelt beeinflussen: Nämlich indem du das, was von dir in die Welt fliesst, bewusst gestaltest.


Könnte man das also auch umdrehen?


Was du in dich hineinlässt, wird Teil von dir.


Mir gefällt dieser Gedanke: Eine stetige Wechselwirkung, ein Geben und Nehmen, eine umfassende Verbundenheit mit allem, was da ist.


Was du in dich hineinlässt, wird Teil von dir.


Was lasse ich an mich heran? Wo bewege ich mich, was sehen meine Augen? Welche Nahrung gebe ich meinen Augen tagtäglich?


Mit welchen Informationen werden meine Ohren gefüttert?


Lasse ich es zu, dass Lärm, zu viele unnötige Worte, minderwertige Klänge ständig auf meine Ohren einprasseln?


Klänge sind wie Nahrung für die Ohren. Wo sind die Klänge, die dich erquicken, die deine Ohren zum Lauschen, zum gerne und lustvoll Lauschen bringen? Wo sind die Gelegenheiten, wo du deinen Sinnen Hochkarätiges bietest? Was wäre Luxus für deine Ohren? Mit welchem Klang könntest du sie verwöhnen, so dass sie sich wie Könige und reich beschenkt fühlen?


Sich mit Schönheit umgeben, sich in Schönheit bewegen. Das Schöne suchen und selbst für sich und andere erschaffen.


Mit inspirierenden Klängen und Farben nicht achtlos umgehen.


Wir tun gut daran, wenn wir nicht so gedankenlos mit dem umgehen, das wir zu uns nehmen.


Denn irgendwie wird alles, was wir aufgenommen haben, zu einem Teil von uns. Ein guter Grund, schlau auszuwählen, was wir zu uns nehmen: es wird früher oder später zu unserem Eigenen. Wir tragen es unter Umständen noch lange mit uns herum. Zwar in veränderter Form - bei Schokokuchen und Bier auf besondere Weise sichtbar - aber es ist noch da.


Keine Energie verschwindet einfach so. Physikalisches Gesetz.


Was wir essen, bildet unseren Körper.


Was wir denken, bildet unsere Überzeugungen.


Deshalb ist es essenziell, bewusst zu entscheiden und weise zu wählen:


Welche Inhalte lasse ich in mich hinein? Welchen Bildern setze ich mich aus? Wessen Worte will ich mir einverleiben? Welchen Sätzen und Aussagen erlaube ich Einlass in mein Denken? Welche Werte übernehme ich? Macht es wirklich Sinn, Emotionen von anderen in mich aufzunehmen und zu behalten?


Womit fütterst du dein System, damit durch dich wieder Wertvolles in die Welt zurückfliessen kann?

 

Lächelnde Frau mit rosa Einhorn-Plüschtier in lichtdurchflutetem Raum – Symbolbild für bewusste Achtsamkeit im Alltag
Mit offenen Sinnen durch den Tag – was lässt du gerade an dich heran?

 
 
 

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