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Marianne Hoppler

Eine neue Dimension des Sehens.

Marianne Hoppler
12. Okt.
3 Min. Lesezeit

 

«Marianne Hoppler hält ein Auge zu, um ihre Wahrnehmung mit dem anderen Auge zu erforschen.»

Wie ein Buch meine Sicht auf die Welt veränderte


Es mag kitschig klingen, aber ich erinnere mich genau an den Sonnenstrahl, der auf das Buch fiel, als wäre es gestern gewesen.

Dabei ist es über 20 Jahre her, dass ich eine neue Bibliothek besucht habe und die Sonne auf ein Buch fiel.

Dieses Buch sollte mein Leben verändern. Es trug den Namen „Natürlich besser sehen“, geschrieben hat es Janet Goodrich.


Vor dem Lesen dieses Buches war ich eine kurzsichtige Brillen- und Kontaktlinsenträgerin. Nachher wurde meine Sicht auf die Dinge eine andere. Ich habe so einiges klarer gesehen, was sich auch in meiner Sehschärfe widergespiegelt hat.

Ich habe das Buch verschlungen und die Übungen für mich ausprobiert.

Drei Wochen lang.

Was danach geschah, grenzt an ein Wunder: Beim nächsten Augentest war meine Sehkraft auf jedem Auge um je eine Dioptrie besser. Seither gehe ich ohne Sehhilfe durchs Leben, aber mit einer neuen Sichtweise.


Was wir entdecken, wenn wir unsere Wahrnehmung schulen


Ich habe mich schon vorher mit Wahrnehmung beschäftigt; als Musikerin war für mich in erster Linie die Körperwahrnehmung entscheidend.

Es hat mich immer fasziniert, wie sehr ich meine Wahrnehmung trainieren und ständig weiter verfeinern konnte.

Indem ich mich intensiv mit meiner Wahrnehmung auseinandergesetzt habe, gingen für mich völlig neue Türen auf.

Die Beschäftigung mit dem Sehen war dann im wahrsten Sinne des Wortes zusätzlich augenöffnend für mich.


Ein ganz neues Gefühl von Sinnhaftigkeit


Ich erlebte mich plötzlich eingebunden und nicht mehr getrennt von der Welt, die mich umgab.

Eine Erfahrung, die man durchaus spirituell nennen könnte, und die sich für mich unmittelbar aus der Auseinandersetzung mit dem Sehen ergeben hatte.



Wie viel Spass können wir mit Wahrnehmung haben?


Aber die Sehspiele haben mir ehrlich gesagt auch einfach Spass gemacht. Es war lustig, mit einer Hand ein Auge zuzudecken und mit dem anderen zu entdecken, wie ein Auge allein die Welt wahrnimmt.

Ich war völlig fasziniert, als ich herausgefunden habe, dass ich mit meinem linken Auge die Farben ganz anders wahrnehme als mit meinem rechten.

Beispiel gefällig? Mein linkes Auge nimmt Rottöne viel intensiver und differenzierter wahr, während das rechte Auge sich mehr auf Blau- und Grüntöne spezialisiert zu haben scheint.

Beim Experimentieren mit dem einäugigen Sehen habe ich auch bemerkt, dass mein rechtes Auge sich mehr auf das Nahsehen spezialisiert hat, während ich mit links hervorragend in die Weite sehe.

Eine Bekannte hat sich sogar ihre Augen so lasern lassen. Ein Auge für nah, ein Auge für weit.

Als ich mit dem Sehen herumzuspielen begonnen habe, habe ich herausgefunden, dass das bei mir die Natur von selbst schon so eingerichtet hat. 🙃

 

Warum Selbstkenntnis wichtiger ist als Selbstoptimierung


Wie wäre es, wenn das Wertvollste, was wir für uns tun können, ist, uns selbst besser kennenzulernen?

Wenn wir uns die Erkenntnis erlauben, dass wir im Grunde genommen gar nichts zu verändern brauchen?

Was, wenn es gar nichts zu verbessern oder zu optimieren gibt?

Genau darum geht es mir in meiner Arbeit mit den Menschen, mit der Wahrnehmung, mit der Intuition.

Je besser wir uns selbst kennenlernen, desto besser können wir mit dem umgehen, was wir zur Verfügung haben. Und das ist so viel mehr, als wir mit unserer begrenzten Alltagswahrnehmung erkennen können.


Den Augen im Alltag etwas Gutes tun


Als ich meinen persönlichen Zugang zum Sehen verfeinert habe und mich intensiv mit meinen Augen beschäftigt habe, habe ich gemerkt, was meine Augen alles leisten und können. Aber auch, was sie brauchen und was ihnen guttut.


Ich gönne ihnen jetzt ganz bewusst Pausen und Schönheit.

Meine Augen lieben Schönes.

Welche Augen schon nicht?

Und so habe ich beschlossen, dass ich die Zeit und das Geld, das mir so ein brillenfreies Dasein einspart, gut investiere.

In Schönheit. Schöne Dinge. Spaziergänge im Grünen. Bewegung. Frische Luft. Lauter Dinge, die meinen Augen guttun.


Dieses Versprechen habe ich ihnen gegeben.

Auch wenn ich es manchmal vergesse.

Wir Menschen neigen leider zu Vergesslichkeit. Auch mir passiert es, dass ich zu lange auf den Bildschirm schaue und dabei ganz vergesse, wie wohltuend es ist, den Blick immer wieder in die Weite schweifen zu lassen.

Aber immer wieder kommt es mir auch in den Sinn und so hole ich es nach.


Meine Augen danken es mir.

Und ich danke es ihnen, indem ich täglich meine Sehkraft und das Sehen an sich wertschätze.


Aus meiner Begeisterung für das Sehen ist mein "Augenparadies" entstanden: ein Audiokurs mit einfachen, alltagstauglichen Übungen, die dich einladen, deine Augen bewusster wahrzunehmen und ihnen immer wieder etwas Gutes zu tun.


Bewusst wahrnehmen, sehen und geniessen😍


Wann hast du deinen Augen das letzte Mal etwas Schönes gegönnt, und wenn es nur eine kleine Pause war🌱?

 

 
 
 

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