Wenn Denken allein nicht weiterhilft.
Wenn sich die Gedanken im Kreis drehen
Was, wenn Denken Dir nicht die Klarheit bringt, die du dir wünschst?
Was, wenn deine Gedanken sich nur im Kreis drehen, anstatt dir eine klare Richtung für den nächsten Schritt vorzugeben?
Was, wenn dein Nachdenken dich nur weiter von der Gewissheit wegbringt, auf dem richtigen Weg zu sein?
Lange Zeit war man der Ansicht, dass der rationelle Verstand die wichtigste Instanz für gute Entscheidungen sei. Gefühle und Körperempfindungen wurden dabei nur als Störfaktoren betrachtet, die unsere Klarheit beeinträchtigen könnten.
Die Wissenschaft zeigt jedoch längst, dass Gefühle und Körperempfindungen bei unseren Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen.
Es gibt aber trotzdem immer noch viele Menschen, die sich immer noch so verhalten, wie wenn die ersehnte Lösung einzig durch angestrengtes Nachdenken erreicht werden könnte.
Gehörst du auch zu jener Fraktion, die reflexartig zum Denken greift und über ein Problem nachgrübelt, wenn es darum geht, eine Lösung zu finden?
Übrigens: Hast du dir schon einmal Gedanken über das Wort «Lösung» gemacht?
Eine Flüssigkeit kann etwas Festes auflösen. Du wirfst einen Würfelzucker ins Wasser und nach einer Weile ist seine ursprüngliche Form verschwunden. Der Zucker ist nicht mehr als Würfel erkennbar, sondern hat sich im Wasser verteilt.
Vielleicht hilft dir dieses Bild bei der nächsten Problemlösung: Dass es bei einer Lösung im herkömmlichen Sinn darum geht, etwas Festes in etwas Flüssiges, Fliessendes zu transformieren…
Was wäre, wenn wir das Ganze einmal anders angehen?
Anstelle von reflexartigem Denken einmal mit Bewusstsein reagieren?
Mit dem Bewusstsein, dass die passende Lösung auch woanders herkommen kann als aus dem Denken?
Wenn wir das Denken einmal Denken sein lassen und unsern Gedanken nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken, können wir buchstäblich neue Räume betreten.

Räume, in denen wir die neuen Ideen und klaren Lösungen finden können.
Eine Idee zeigt sich, mit der wir nie gerechnet hätten.
Etwas klärt sich unerwartet…
Oder aber, es sind die Ideen und Lösungen, die uns finden. Auch das ist möglich und kann manchmal vielleicht gar nicht so genau unterschieden werden. Egal: Hauptsache, es gibt ein Match!😉
All dies ist aber erst möglich, wenn in die Verwirrung der Gedankenwelt ein bisschen Ruhe einkehrt.
Denn wer kennt das nicht, dass uns Gedanken dermassen verwirren können, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen?
Ruhe im Denken gibt Platz für Klarheit
Doch welche Methode ist dafür geeignet, Ruhe einkehren zu lassen und neue Zugänge zu schaffen, die über das ursprüngliche Denken hinausgehen?
Da gibt es immer wieder neue Modetrends. 😁
Eine Zeit lang war Autogenes Training angesagt.
Dann Meditation, einige schwören auf Mentaltraining, andere auf Achtsamkeit, Methoden gibt es viele.
Meiner Meinung nach gibt es jedoch keinen einzig richtigen, alleinseligmachenden Weg.
Eine Technik, der für den einen gut funktioniert, mag für die andere keine gute Option sein. Umso besser, wenn man Verschiedenes kennenlernt und für sich einen realen, gangbaren Weg finden kann.
Ich vergleiche diese verschiedenen Zugänge gerne mit Türen, die allesamt in denselben Raum führen. Es reicht, wenn du eine Türe gefunden hast, die für dich funktioniert, dann nimm sie! Es mag auch sinnvoll sein, mehrere Türen zu finden, falls eine mal klemmt😆.
Welche Türe für dich die Richtige ist, kannst nur du herausfinden.
Das kann dir niemand sagen, auch der beste Coach nicht. Und du wirst es nur durch Erfahrung und Ausprobieren herausfinden können.
Das Hindurchgehen durch die Tür; du kannst es dir nicht „erdenken“ oder vorstellen; es ist eine Erfahrung, die du unmittelbar machen musst.
Erfahrungsräume statt noch mehr Wissen
In meinen Workshops führe ich die Menschen immer wieder in Erfahrungsräume, wo es genau um diese Zugänge geht.
Mit unterschiedlichen Übungen, Momenten der Stille, Bewegung, Imagination und kreativen Experimenten probieren wir immer wieder neue Zugänge aus.
Ich liebe diese Momente: Wenn Menschen ganz bei sich ankommen. Wenn es stiller wird, einfacher und leichter.
Wenn etwas Neues auftauchen darf, ohne dass wir es geplant hätten oder erzwingen wollen.
Und erst die Aha-Momente:
Plötzlich öffnet sich eine neue Perspektive. Dinge finden zusammen, die vorher nicht zusammenzupassen schienen. Da überkommt mich regelmässig eine tiefe Demut.
Glücksgefühl pur.
Staunen und Dankbarkeit für all die wunderbaren Möglichkeiten, die sich zeigen, wenn wir ausgetretene Pfade verlassen und uns auf das Unmittelbare einlassen.
Wie oft jedoch vernachlässigen wir das eigene Erleben zugunsten des Denkens, Planens und Vorausschauens? Ich glaube, das ist eine Erfahrung, die die meisten von uns in ihrem Alltag wahrscheinlich des Öfteren machen ….
Die gute Nachricht ist: Beim Denken, Planen und Entwickeln neuer Ideen kann uns KI heutzutage schon einiges abnehmen. Und diese Möglichkeiten werden weiter wachsen.
Doch Informationen zu erhalten, ist nicht dasselbe, wie eine Erfahrung selbst zu machen.
Unser ureigenes Erleben kann nicht ausgelagert werden, das kann niemand anders für uns tun.
Das eigene Erleben lässt sich nicht delegieren.
Niemand kann für dich wahrnehmen, was du wahrnimmst. Niemand kann an deiner Stelle staunen. Deine eigene Freude zu entdecken oder den Moment auszukosten, in dem sich für dich eine neue Tür öffnet – das kannst nur du!
Es ist ein wesentlicher Teil des Menschseins:
Erfahrungen sammeln. Erleben.
Aber auch, sie miteinander zu teilen.
Was wir nur durch eigenes Erleben entdecken:
Ein Gefühl der Verbundenheit.
Berührtsein.
AWE-Momente.
Indem wir Erlebnisse und Erfahrungen miteinander teilen, können wir voneinander lernen, uns gegenseitig Mut machen, inspirieren und uns so auf verschiedene Weise unterstützen.
Erlebnisräume schaffen
Genau deshalb ist für mich ein wichtiger Teil meiner Arbeit, Erlebnisräume zu schaffen, in denen die Menschen unmittelbar ins Erfahren eintauchen und es auch mit anderen teilen können.
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